Hochzeitsversicherung: Den schönsten Tag des Lebens sorgenfrei genießen

Die Hochzeit gehört zu den wichtigsten Ereignissen im Leben eines Paares. Oft planen zukünftige Eheleute über Monate hinweg ihre Feier; schließlich soll alles perfekt laufen. Doch der schönste Tag des Lebens kann auch schnell zum Alptraum werden: Von der Insolvenz des Veranstalters, dem Unfall eines nahestehenden Verwandten bei der Anreise bis zur Erkrankung des Bräutigams am Hochzeitstag – unvorhergesehene Ereignisse dieser Art können die ganze Hochzeit gefährden. Umso schöner ist es, wenn man sich zumindest finanziell dagegen absichern kann. Immer mehr Versicherungen haben dafür spezielle Hochzeitsversicherungen im Angebot.

Welche Ereignisse sind mitversichert und welche nicht?

Für Veranstaltung aller Art gibt es die sogenannte Veranstalterhaftpflicht. Nach ähnlichem Prinzip funktioniert eine Hochzeitsversicherung. Ganz nüchtern betrachtet handelt es sich bei der Hochzeit um eine Feierlichkeit, die Sie wie andere Events auch versichern können. Diese sichert je nach Anbieter folgende Dinge ab:

  • Ausfall der Hochzeitslocation, beispielsweise durch Schaden oder Insolvenz

  • Plötzliche unvorhergesehene Krankheit, Unfall oder Tod der Brautleute oder eines nahen Angehörigen

  • Schaden bzw. Verlust am Eigentum, beispielsweise Brautkleid oder Eheringe

  • Unerwarteter Ausfall des Fotografen

  • Storno der Hotelzimmer

Dies gilt dann, wenn die Hochzeit ausfällt oder verschoben werden muss und dem Brautpaar dadurch Kosten entstehen. Die Hochzeitsversicherung zahlt dabei beispielsweise für die Stornokosten der Location, Anzahlungen oder Vorauszahlungen für Restaurants, die Torte, Hotelzimmer und Blumen sowie die Honorare von freien Rednern oder Fotografen. Die Feier kann dann bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Nicht alles ist abgedeckt:

Achten Sie genau auf die Versicherungsbedingungen. Die Leistungen können je nach Anbieter variieren. Berücksichtigen Sie, dass bestimmte Ereignisse explizit ausgeschlossen sind. Bei Regenwetter, einer Trennung kurz vor der Hochzeitsfeier oder wenn einer der Brautleute kalte Füße bekommt, erhalten Sie meist keine Versicherungsleistungen. Auch Ereignisse, die nicht unmittelbar mit der Hochzeit zusammenhängen, sind nicht automatisch versichert. Dazu gehören beispielsweise der Polterabend oder der Junggesellenabschied.

Wer ist versichert und wie lange?

Besser frühzeitig abschließen

Schließen Sie die Hochzeitsversicherung nicht zu kurzfristig ab. Die meisten Versicherer haben eine Wartezeit von beispielsweise 30 Tagen. Die Hochzeitsfeier darf also nicht vorher stattfinden. Oft gilt der Versicherungsschutz über viele Monate hinweg, so dass Sie sie schon frühzeitig abschließen können, sobald Ihnen der genaue Termin bekannt ist.

Natürlich gilt der Versicherungsschutz für Braut und Bräutigam. Doch auch andere Personen lassen sich damit absichern. Dazu gehören nahe Verwandte wie Eltern, Kinder oder Geschwister sowie für die Zeremonie wichtige Personen wie die Trauzeugen. Fallen diese Beteiligten unerwartet aus und die Hochzeit muss verschoben werden, zahlt die Versicherung die entstandenen Kosten. Auch hier gilt wieder: Lesen Sie die AGB des Versicherers, um zu erfahren, welche Personen im Detail geschützt sind. Jeder Anbieter definiert den Personenkreis anders.

Beachten Sie außerdem den Zeitraum, in dem die Versicherung für die Hochzeit gilt. Sie können diese schon abschließen, wenn Sie mit der Planung beginnen. Viele Policen laufen über viele Monate oder gar Jahre hinweg. Dann sind Sie bereits abgesichert, sobald die ersten Arrangements getroffen sind und frühzeitig etwas schief geht.

Wie sinnvoll ist eine Hochzeitsversicherung?

Ob eine Hochzeitsversicherung sinnvoll ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Doch es gibt ein paar Fragen, die Sie sich stellen können:

  • Wie teuer ist die Hochzeit? Könnte ein Ausfall der gesamten Feier erhebliche finanzielle Einbußen mit sich bringen?

  • Gibt es lange Kündigungsfristen für die Location/die Kirche/den Caterer/die Band/den Fotografen und sind die Stornokosten sehr hoch?

  • Haben die versicherten Personen riskanten Hobbies oder Berufe?

  • Sind die Brautleute oder Familienmitglieder unmittelbar vor der Hochzeit im Ausland oder reisen enge Familienmitglieder erst aus dem Ausland an?

Können Sie diese Fragen mit Ja beantworten, sollten Sie darüber nachdenken, Ihre Hochzeit zu versichern. Vor allem wenn die Feier Ihr finanzielles Budget komplett ausschöpft oder Sie gar einen Kredit aufnehmen mussten, lohnt sich eine Hochzeitsausfallversicherung.

Hochzeitsversicherung: Kosten werden einmalig berechnet

Bei der Hochzeitsversicherung zahlen Sie nur einmalig, da es sich um ein zeitlich begrenztes Event handelt. Die Prämienhöhe hängt dabei von der Versicherungssumme ab. Für eine Versicherungshöhe von 10.000 Euro zahlen Sie beispielsweise zwischen 180 und 200 Euro. Die meisten Versicherer bieten eine Maximalsumme von 25.000 Euro an. Bei Bedarf können Sie sich auch ein individuelles Angebot holen, das darüber liegt. Zudem ist eine Selbstbeteiligung möglich. Damit zahlen Sie im Schadensfall einen Teil selbst, haben jedoch eine geringere Prämie.