Trauerfeier – Ablauf, Organisation, Wissenswertes

Trauerfeier gestalten: Persönliches mit einbringen

Strauß Rosen am Grab

Nachdem der Bestattungstermin mit der Friedhofsverwaltung festgelegt wurde, sollte der Pfarrer, Trauerredner beziehungsweise geistliche Vertreter kontaktiert werden. Dieser muss zum einen über den genauen Termin informiert werden, zum anderen sollte ein Gespräch vereinbart werden, damit persönliche Inhalte in die Trauerrede aufgenommen werden können.

Um die Trauerhalle mit dem passenden Blumenschmuck zu dekorieren, muss dies bei einer Gärtnerei in Auftrag gegeben werden. Das sogenannte Bukett, das direkt auf dem Sarg oder der Urne liegt, wird von den Angehörigen ausgewählt. Der Bestatter bietet in der Regel seine Unterstützung an, wenn gewünscht wird die entsprechende Trauerfloristik von ihm direkt in der Gärtnerei bestellt. Die Trauerhalle kann selbstverständlich auch mit den Lieblingsblumen, persönlichen Gegenstände oder einem Bild des Verstorbenen dekoriert werden.

Ebenso muss beim Steinmetz der Grabstein beziehungsweise die Gedenktafel in Auftrag gegeben werden. Die Beisetzung kann auch durch Musik, die der Verstorbene gerne gehört hat, abgerundet werden. Gegebenenfalls kann die Trauermusik auch von einer Kapelle gespielt werden. Tradition hat vielerorts der sogenannte Leichenschmaus, also ein gemeinsames Essen oder Kaffeetrinken im Anschluss an die Trauerfeier. Hierzu müssen in der jeweiligen Gaststätte natürlich Tische reserviert werden. Ebenfalls zum Usus gehören Sterbebilder und die Veröffentlichung einer Traueranzeige. Beides muss ebenfalls in Auftrag gegeben werden. Sollten Beileidsbekundungen am Grab nicht erwünscht sein, kann dies ebenfalls bei der Veröffentlichung der Traueranzeige vermerkt werden.

Der Tag der Trauerfeier: Das gilt es zu beachten

Um nichts zu vergessen, ist es empfehlenswert, eine Liste zu schreiben: Es sollte daran gedacht werden Taschentücher einzupacken, Blumen für die Verabschiedung am Grab mitzunehmen, bei schlechtem Wetter an einen Regenschirm zu denken und gegebenenfalls Medikamente, die eingenommen werden müssen, mitzunehmen. Oftmals sind die Trauernden zu aufgewühlt, um an alles zu denken. Eine Liste kann hier eine große Hilfe sein.

Ebenfalls sollte eine kleine Tasche mitgenommen werden, um Kondolenzschreiben einpacken zu können. Es sollte darüber hinaus abgeklärt werden, ob am Friedhof ausreichend Parkmöglichkeiten sind. Auch ist es nicht empfehlenswert, wenn engste Angehörige des Verstorbenen aufgrund ihres emotionalen Aufruhrs selbst mit dem Auto fahren. Wenn unter den Trauernden viele ältere Menschen zu erwarten sind, sollte darüber nachgedacht werden, Fahrgemeinschaften zu bilden, um ihnen die Anreise zu erleichtern. Häufig werden die Angehörigen durch die große Anteilnahme der Trauergemeinde überrascht. Nicht immer ist es jedoch leicht, nach der Trauerfeier die richtigen Worte für die Danksagung zu finden.

Auch eine perfekt geplante Trauerfeier bleibt immer noch eine Trauerfeier. Geliebte Menschen beim letzten Gang zu begleiten, ist eine der größten emotionalen Herausforderungen. Je besser die Bestattung jedoch organisiert ist, desto mehr Zeit bleibt für das Wesentliche: In Ruhe und Würde Abschied zu nehmen.

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